[381] gänzlich.
[382] nichts.
Revers über eine Rasur in einer Urkunde.
Albrecht von Hohenlohe bekundet, daß die von gleicher Hand wie die übrige Urkunde überschriebene Rasur in zwei Zeilen in dem Revers, den er seiner Schwester Margaretha von Brauneck, Burggräfin von Magdeburg, über deren Verschreibung ihrer Herrschaft und Leute an ihn und seine Erben ausgestellt hat, mit seinem Wissen und ohne böse Absicht geschehen sei und der Verschreibung nicht nachtheilig sein solle.
25. März 1422.
Wir Albrecht von Hohenlach bekennen, verjehen und thun kunt offenlich mit disem briff vor allermeniclich fur uns, alle unser erben, als die wolgeboren unser liebes swesterlein Margareth, burggreffin zu Maydburg etc., genant von Brawneck, fur sich, ir erben, in solicher angeborner liebe, fruntschafft und wolgetrawen, als si dann vor andern lewten zu uns hat, und auch allzeit haben mag und sol, uns unsern erben eingeben hat ir herschafft, lewt und gut nach lawt und sage des versigelten briffs, mit solicher burgschafft dorynn begriffen, den wir unserm liben swesterlein dorumb geben haben; in demselben unserm briff ir von uns gegeben in zweyen zeylen getyligt und abgeschabt und dach mit einer hant und schrift in solich abschabung wider geschriben ist, das alles also ungeverlichen an alle arglist geschehen und zugangen ist und dieselben wort sich also anheben, in der ersten abgeschabten zeyl: ir und iren erben, ir herschafft, lewt und gut wider eingeben, und die ander abgeschabt zeyl hebt sich also an: die obgenant unser liebe swesterlein alle ir erben dartzu alle ir helffer, oder wem sis bevelhen. Also bekennen wir fur uns und unser erben, das dieselbe abschabung geschehen ist mit unserm gutem wissen, und sol auch dem obgenanten unserm swesterlein, iren erben an demselben irem briff nicht schaden bringen, und wir ader unser erben noch nyemancz von unsern wegen uns dowider nicht behelffen mit deheinen sachen, das unserm swesterlein oder iren erben zu schaden kumen mochte, on geverde. Des zu einem waren urkunde so haben wir unser[383] eigen insigel mit guter wissen an disen briff tun hencken, der geben ist von Cristi geburt vierczehenhundert und in dem zwei und zwentzigstem jare am mitwochen nechst nach dem suntag Letare.
Urschrift auf Pergament mit grünem Wachssiegel B 15, 2, 65 im gräfl. Haus-Archiv zu Wernigerode. Das grüne Wachs ist nach innen vertieft in das gelbe eingelassen, so daß das Siegel concav erscheint. Darstellung: die beiden rechtsschreitenden hohenloheschen Leoparden übereinander im unbehelmten Schilde; darum ein Dreipaß, aus dessen drei Winkeln sog. Eselsrücken in den Kreis der Umschrift hineinragen; letztere in gothischer Minuskel, nur unvollkommen lesbar: s’ alb..., de h - oenloch ⁑
Wernigerode.
Jacobs.