2) S. Scholasticus, Verfasser einer Kirchengeschichte in sieben Büchern, der Fortsetzung des Werkes des Eusebios, welche von 306-439 reicht, geboren um 380 zu Konstantinopel war eigentlich Sachwalter. Sein Werk ist herausgegeben unter andern von Hussey (Oxf. 1853, 3 Bde.) und Bright (das. 1878).

Sokrátik (Sokratische Methode), die "erotematische" Kunst (s. Erotema) oder die Kunst, durch geschickt gestellte Fragen die passende Antwort hervorzulocken, welche Sokrates selbst, auf den Beruf seiner Mutter anspielend, eine geistige Hebammenkunst (s. Mäeutik) genannt und seine Schule mit Rücksicht darauf, daß der Fragende sich unwissend stellt, aber wissend ist, als sokratische Ironie bezeichnet hat. Vgl. Sokrates 1) und Katechetik.

Sokratiker, Schüler, Anhänger des Sokrates.

Sokratischer Dämon (Dämonion) nannte Sokrates selbst (Xenophon und Platon zufolge) das "höhere Wesen", von dem er meinte, daß es ihm durch ein göttliches Geschenk von Jugend auf beiwohne und sich ihm, wenn er oder seine Freunde etwas Unrechtes zu thun im Begriff seien, als abratende, jedoch niemals als zu etwas zuratende Stimme kundgebe, was zu mancherlei Mißdeutungen (z. B. durch den Spiritismus) Anlaß gegeben hat. Vgl. Volquardsen, Das Dämonium des Sokrates (Kiel 1862).

Sol, seit 1862 Rechnungseinheit in Peru, à 100 Centavos = 5 Frank; auch s. v. w. Sou (s. d.).

Sol, in der Musik, s. Solmisation.

Sol, bei den Römern der Sonnengott, s. Helios; in der Alchimie das Gold.

Sol., Soland., bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für Daniel Solander, geb. 1736 in Norrland, gest. 1782 als Unterbibliothekar des Britischen Museums zu London. Weichtiere, Korallen.

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Sola fide - Solario.