Tripang, s. v. w. Trepang.
Tripartition (lat.), Dreiteilung.
Tripel (franz. triple), dreifach.
Tripel, mattes, gelblichgraues bis gelbes, mager anzufühlendes, zerreibliches Mineral, welches Wasser einsaugt und dadurch erweicht, enthält 90 Proz. Kieselsäureanhydrid, etwas Thon und Eisenoxyd und hat seinen Namen von der Stadt Tripolis in Syrien (daher terra Tripolitana), kam früher nur aus der Levante in den Handel, wird jetzt aber auch in Böhmen, Sachsen, Tirol und Bayern gewonnen und zum Polieren von Glas, Metallen und Edelsteinen, auch zu Gußformen benutzt. Übrigens gebraucht man mancherlei Kieselablagerungen organischen und anorganischen Ursprungs zu ähnlichen Zwecken, so den sogen. Moderstein (rotten stone) aus Derbyshire in England. Vgl. Polierschiefer.
Tripelallianz (Dreibund), Bund zwischen drei Mächten. Berühmt und vorzugsweise T. genannt ist das Bündnis zwischen England, den Niederlanden und Schweden, welches Temple (s. d.), de Witt und Graf Dohna 23. Jan. 1668 im Haag abschlossen, und welches gegen die Eroberungspläne Ludwigs XIV. in den spanischen Niederlanden gerichtet war. Die Folge der T. war der Friede von Aachen (1. Mai 1668).
Tripeltakt, s. v. w. dreiteiliger Takt (3/1, 3/2, 3/4, 3/8, 9/8, 9/16). Der 6/4- und 6/8-Takt dagegen sind als zweiteilige Takte (durch 3 untergeteilt) anzusehen, wenn nicht die Bewegung so langsam ist, daß die Sechstel (Einheiten der Doppeltriole) als Einheiten (nach denen gezählt wird) empfunden werden.
Tripes (lat.), Dreifuß.
Triphan (Spodumen), Mineral aus der Ordnung der Silikate (Augitreihe), findet sich in monoklinen Kristallen, gewöhnlich aber derb in breitstängeligen und dickschaligen Aggregaten. T. ist graulichweiß, grünlichweiß bis grün, glasglänzend, durchscheinend, Härte 6,5-7, spez. Gew. 3,13-3,19, besteht aus Lithiumaluminiumsilikat Li2Al2Si4O12, ist gewöhnlich etwas natrium- oder calciumhaltig, kommt in Graniten und Gneisen in Tirol, auf der Insel Utöen, in Schottland und Massachusetts vor und wird zur Darstellung von Lithiumpräparaten benutzt. Eine Varietät des T. ist der Hiddenit (s. d.).
Triphaena, s. Eulen, S. 907.
Triphylin, Mineral aus der Ordnung der Phosphate, kristallisiert rhombisch, findet sich fast nur derb in individualisierten Massen oder großkörnigen Aggregaten, ist grünlichgrau, blau gefleckt, fettglänzend, kantendurchscheinend, Härte 4-5, spez. Gew. 3,5-3,6, besteht aus phosphorsaurem Lithion mit etwas Natron und phosphorsaurem Eisen- und Manganoxydul (LiNa)3PO4+(FeMn)3P2O8, findet sich bei Bodenmais in Bayern, Norwich in Massachusetts, Grafton in New Hampshire.