Uliasserinseln, s. Amboina.
Uliassutai, Hauptstadt des gleichnamigen Kreises in der nordwestlichen Mongolei, aus einer Zivil- und einer befestigten Militärstadt bestehend, ist für den sibirischen Handel wichtig und hat etwa 4000 Einw.
Ulibischew, Alexander, russ. Staatsrat und Musikschriftsteller, geb. 1795 zu Dresden von russischen Eltern, ward hier auch erzogen und erwarb sich im Violinspiel eine ungewöhnliche Fertigkeit. Später widmete er sich der Diplomatie, zog sich aber 1830 auf seine Güter bei Nishnij Nowgorod zurück, wo er sich bis zu seinem 24. Jan. 1858 (a. St.) erfolgten Tod als praktischer und theoretischer Musiker eifrig beschäftigte. U. hat sich durch seine gründliche, feinsinnige und begeistert geschriebene "Biographie de Mozart" (deutsch von Gantter, 2. Aufl., Stuttg. 1859) einen verdienten Namen gemacht; weniger Erfolg hatte ein zweites Werk: "Beethoven, ses critiques et
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Ulietea - Ulm.
ses glossateurs" (Leipz. 1857; deutsch von Bischoff, das. 1859), da hier der Autor bei seiner einseitigen Verehrung Mozarts vielfach zu schiefen und ungerechten Urteilen über Beethoven gelangt. Zur Hebung und Läuterung des Musikgeschmacks in Rußland hat U. jedenfalls viel beigetragen.
Ulietea, Insel, s. Raiatea.
Ulixes, s. Odysseus.
Ulkun, albanes. Name von Dulcigno (s. d.).
Uller, in der nord. Mythologie Sohn der Sonnengöttin Sif (s. d.) und Stiefsohn des Thor, der schnelle Bogenschütze, der mit seinem Bogen (dem Regenbogen) als Pfeile die Blitze entsendet.