Solutum (lat.), Zahlung.

Solvabel (lat.), auflösbar; solvieren, lösen, seiner Verbindlichkeit nachkommen; solvent, zahlungsfähig (daher insolvent, zahlungsunfähig); Solvenz, Zahlungsfähigkeit, im Gegensatz zu Insolvenz (s. d.).

Solventia (lat.), lösende Mittel, Expektoranzien, welche eine Lösung des zähen Schleims bewirken, den Auswurf befördern.

Solway Firth (spr. ssóllwe), Golf des Irischen Meers, zwischen England und Schottland, schneidet in nordöstlicher Richtung 56 km tief in das Land ein und enthält viele Lachse und Heringe. Während der Ebbe kann der obere Teil des S. fast trocknen Fußes durchkreuzt werden, die Flut steigt aber rasch und mit großer Heftigkeit. In ihn münden die Flüsse Cocker, Eden, Esk, Annan und Nith. Sein oberes Ende überspannt ein Eisenbahnviadukt.

Solwytschegodsk (Ssolwytschegodsk), Kreisstadt im russ. Gouvernement Wologda, an der Wytschegda, mit (1885) 1313 Einw.

Solzy (Ssolzy), Flecken im russ. Gouvernement Pskow, Kreis Porchow, am Schelonj, mit (1885) 5903 Einw., welche lebhaften Flachshandel nach Petersburg treiben.

Soma (griech.), Leib, Körper.

Soma (ital.), in der Lombardei s. v. w. Hektoliter.

Soma, in den Hymnen des Weda (s. d.) ursprünglich der berauschende, mit Milch und Mehl gemischte und einige Zeit der Gärung überlassene Saft einer Pflanze, der eine begeisternde und heilende Wirkung auf Menschen und Götter übt; besonders häufig wird der berauschende Einfluß des Trankes auf den Gott Indra geschildert. Als die betreffende Pflanze gilt heute eine Sarcostemma-Art (Asclepias acida), die indes in südlichern Strecken wächst, als die Wohnsitze des wedischen Volkes gelegen waren, so daß wahrscheinlich mit den Sitzen auch die Pflanze gewechselt hat. Die begeisternde Macht des Trankes führte bereits in indo-iranischer Zeit dazu, den Saft als Gott S. zu personifizieren und ihm fast alle Thaten andrer Götter zuzuschreiben. Bei den Ostiraniern steht dem Somakult der ganz analoge Haomakult zur Seite. Vgl. Windischmann, Über den Somakultus der Arier (Münch. 1847); Muir, Original Sanskrit texts (Bd. 2, S. 469 ff., und Bd. 5, S. 258 ff.); Haug, Essays on the sacred language etc. of the Parsis (2. Ausg., Lond. 1878, S. 282 ff.); Hovelacqe, L'Avesta (Par. 1880, S. 272 ff.).

Somain (spr. ssomäng), Stadt im franz. Departement Nord, Arrondissement Douai, Knotenpunkt der Eisenbahnlinien zwischen Douai und Valenciennes, mit bedeutenden Steinkohlengruben und darauf gegründeter Industrie in Zucker, Leinwand, Glas, Chemikalien und 1881) 4782 Einw.