^ Fig. 2. Brewster Linsenstereoskop.
Eine Sammellinse von etwa 18 cm Brennweite ist durchschnitten; die beiden Hälften A und B sind, mit ihren scharfen Kanten gegeneinander gerichtet, in einem
Gestell befestigt, und am Boden desselben wird das
Blatt, welches die beiden Zeichnungen aa' und bb' (gewöhnlich
photographische Bilder) enthält,
eingeschoben. Durch die Anwendung der Linsenstücke ist es zunächst möglich, die Bilder dem
Auge näher zu bringen; dann aber wirken sie auch wie Prismen, indem die Linsenhälfte vor dem rechten Auge das Bild etwas nach dem linken schiebt, während das Bild der mit dem linken Auge betrachteten Zeichnung etwas nach rechts gerückt erscheint. Auf diese Weise wird das vollständige Zusammenfallen der beiden Bilder bei CC' hervorgebracht. Wenn man durch eine zwischen den Bildern befindliche senkrechte Scheidewand dafür sorgt, daß
jedes Auge nur das ihm zugehörige, nicht aber das für das andre
bestimmte Bild sieht, so ist eine besondere Vorrichtung, um die Bilder zur Deckung zubringen, gar nicht nötig
(S. von Frick). Im S. von Steinhauser mit konkaven Halblinsen muß das für das rechte Auge bestimmte Bild links, das für das linke bestimmte rechts liegen;