Stimmwechsel, s. Mutation.
Stimulieren (lat.), anreizen; Stimulantia, Reizmittel (s. Erregende Mittel); Stimulation, Reizung, Anregung.
Stinde, Julius, Schriftsteller, geb. 28. Aug. 1841 zu Kirch-Nüchel in Holstein, studierte Chemie und Naturwissenschaften, war, nachdem er 1863 promoviert, in Hamburg mehrere Jahre als Fabrikchemiker thätig, übernahm aber schließlich die Redaktion des "Hamburger Gewerbeblatts" und widmete sich ganz der Schriftstellerei, insbesondere dem naturwissenschaftlichen Feuilleton. Außer zahlreichen Aufsätzen in Fachzeitschriften veröffentlichte er: "Blicke durch das Mikroskop" (Hamb. 1869); "Alltagsmärchen", Novelletten (2. Aufl., das. 1873, 2 Bde.); "Naturwissenschaftliche Plaudereien" (das. 1873); "Die Opfer der Wissenschaft" (unter dem Pseudonym Alfred de Valmy, 2. Aufl., Leipz. 1879); "Aus der Werkstatt der Natur" (das. 1880, 3 Bde.) u. a. Für die Bühne schrieb S. eine Anzahl mit großem Erfolg aufgeführter plattdeutscher Komödien, wie: "Hamburger Leiden", "Tante Lotte", "Die Familie Karstens", "Eine Hamburger Köchin", "Die Blumenhändlerin" u. a.; ferner das Lustspiel "Das letzte Kapitel", die beiden Weihnachtsmärchen: "Prinzeß Tausendschön" und "Prinz Unart" sowie gemeinschaftlich mit G. Engels das Volksstück "Ihre Familie". Seit 1876 in Berlin lebend, schrieb er noch: "Waldnovellen" (Berl. 1881, 2. Aufl. 1885); "Das Dekamerone der Verkannten" (das. 1881, 2. Aufl. 1886); "Berliner Kunstkritik und Randglossen" (das. 1883) und seine ergötzlichen Bücher über die Familie Buchholz: "Buchholzens in Italien" (Berl. 1883), "Die Familie Buchholz" (das. 1884), "Der Familie Buchholz zweiter Teil" (das. 1885), "Der Familie Buchholz dritter Teil: Frau Wilhelmine" (das. 1886), welche seinen Namen am bekanntesten machten und in zahlreichen Auflagen erschienen; endlich "Frau Buchholz im Orient" (das. 1888); "Die Perlenschnur und andres" (das. 1887).
Stinkasant, s. Asa foetida.
Stinkasantpflaster, s. Pflaster.
Stinkbaum, s. Sterculia.
Stinkholz von Guayana, s. Gustavia.
Stinkkalk, s. Kalkspat.
Stinkkohle, s. Braunkohle, S. 356.
Stinkmalve, s. Sterculia.