2) Faustus Cornelius, Sohn des vorigen, geboren um 88 v. Chr., diente im dritten Mithridatischen Krieg unter Pompejus und war der erste, der 63 die Mauern des Tempels von Jerusalem erstieg; 54 bekleidete er die Quästur. Im Bürgerkrieg stand er auf seiten des Pompejus, mit dessen Tochter er verheiratet war. Nach der Schlacht bei Pharsalos floh er nach Afrika; nach der Schlacht bei Thapsos (46) fiel er in Cäsars Hände und ward von dessen Soldaten ermordet.

3) Publius Cornelius, Bruderssohn des Diktators S., ward 66 v. Chr. zum Konsul für das folgende Jahr gewählt, aber, bevor er sein Amt antrat, wegen Amtserschleichung (ambitus) angeklagt und verurteilt. Dann wurde er 62 wieder wegen Teilnahme an der Catilinarischen Verschwörung angeklagt, aber von Hortensius und Cicero verteidigt und freigesprochen. Im Bürgerkrieg war er Legat Cäsars und befehligte bei Pharsalos den rechten Flügel. Er starb 45.

Süllberg, s. Blankenese.

Sülldorf, Dorf im preuß. Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Wanzleben, hat eine evang. Kirche, eine Zucker- und eine Thonwarenfabrik, Kalk- und Ziegelbrennerei, ein Solbad und (1885) 1133 Einw.

Sulliv., bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für William S. Sullivant, geb. 1803 zu Franklinton, gest. 1873 in Columbus (Bryolog).

Sullivan (spr. ssölliwän), 1) Timothy Daniel, irischer Politiker, geb. 1827 zu Bantry in der Grafschaft Cork, nahm als Herausgeber und Eigentümer der Zeitung "Nation" sowie andrer der irischen Nationalpartei als Organe dienender Zeitschriften an den politischen Kämpfen seiner Landsleute in den letzten Jahrzehnten hervorragenden Anteil. 1850-85 war er für Westmeath Mitglied des Parlaments, welchen Sitz er 1885, für Dublin gewählt, seinem jüngern Bruder, Donal S., überließ. 1886 wurde er Lord-Mayor von Dublin und 1887 einstimmig wieder- und 1880-82 als Parlamentsmitglied für Meath gewählt. Auch ein dritter Bruder, Alexander Martin S., geb. 1830, seit 1855 Mitarbeiter an der "Nation", seit 1876 Parlamentsmitglied für Louth und in demselben Jahr Lord-Mayor von Dublin, seit 1876 irischer und seit 1877 englischer Rechtsanwalt, gest. 17. Okt. 1884, hat in der irischen Partei eine bedeutende Rolle gespielt.

2) Arthur, engl. Komponist, geb. 13. Mai 1842 zu London, war Chorknabe in der königlichen Vokalkapelle, als er zum Stipendiaten der Mendelssohn-Stiftung erwählt wurde (1856). Seine fernere musikalische Ausbildung erhielt er zunächst in der Royal Acaderny of music in London, wo besonders Bennett sein Lehrer war, und 1858-61 am Konservatorium in Leipzig. Er wurde darauf 1861 Nachfolger Bennetts als Kompositionsprofessor an der Akademie, 1876 Direktor der National training school for music in London und 1880 Vorstandsmitglied des Royal college of music daselbst. S. ist der hervorragendste unter den jüngern englischen Komponisten, hat jedoch weniger originelle Erfindungstraft als wohlgeschulte Gestaltungskunst. Seine bekanntesten Werke sind die Musik zu Shakespeares "Sturm", "Kaufmann von Venedig" und "Heinrich VIII.", das Ballett "L'île enchantée" (1864), die Ouvertüren: "The sapphire necklace" und "In memoriam", eine Symphonie in E dur, die Oratorien: "The light of the world", "The prodigal son" und "The martyr of Antioch", mehrere Kantaten, Kammermusikstücke und Klavierkompositionen sowie zahlreiche Lieder und Operetten, wie: "Cox and Box" (1866), "The contrabandista", "Her Majesty's ship Pinafore", "Jolanthe", "The pirates of Penzance". "The Mikado", "The golden legend" (1887) u. a., die namentlich in England und Amerika großen Erfolg hatten. 1883 wurde S. von der Königin in den Ritterstand erhoben.

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Süllö - Sulpicius.

Süllö, s. Sander.