Sourdeval (spr. ssurd'wall), Marktflecken im franz. Departement Manche, Arrondissement Mortain, an der Bahnlinie Montsecret-S., hat Granitbrüche, Fabrikation von Metallwaren, Papier etc., Pferdehandel und (1881) 1534 Einw.

Sous bande (franz., spr. ssu bangd), unter Kreuz- oder Streifband.

Soust de Borkenfeldt, Adolphe van, belg. Dichter und Kunsthistoriker, geb. 6. Juli 1824 zu Brüssel,

51

Soutache - Southey.

gest. 23. April 1877 als Chef der Abteilung für die schönen Künste im Ministerium des Innern daselbst. Von seinen Dichtungen, welche der vlämischen Bewegung in seinem Vaterland wie der Wiedergeburt des Deutschen Reichs galten, sind zu nennen: "Rénovation tlamande", "Venise sauvée" und "L'année sanglante" (Lond. 1871, unter dem Pseudonym Paul Jane; deutsch von Dannehl, Bresl. 1874); von seinen kunstgeschichtlichen und kunstkritischen Büchern: "Études sur l'état présent de l'art en Belgique" (1858) und "L'école d'Anvers".

Soutache (franz., spr. ssutásch), Litzenbesatz; soutachieren, mit Litzenbesatz verzieren.

Soutane (franz., spr. ssu-), ein von den katholischen geistlichen nicht im Amt getragener, langer, eng anliegender Rock mit engen Ärmeln, von oben bis unten durch dicht gesetzte Knöpfe verschlossen, bei Kardinälen hochrot, bei Bischöfen und Hausprälaten des Papstes violett, beim Papst weiß, bei allen übrigen Geistlichen schwarz; von derselben Farbe der dazu gehörende Gürtel. Die erst angehenden Kleriker pflegen die kürzere Soutanelle zu tragen.

Soutenieren (franz., spr. ssu-), (aufrecht) halten, stützen, unterstützen; bewähren, behaupten.

Souterrain (franz., spr. ssuterrang), das zum Teil in den Erdboden versenkte Geschoß eines Hauses, zu Wohnungen, Geschäfts- und Wirtfchaftsräumen dienend. Im ersten Fall muß es eine lichte Höhe von mindestens 2,6 m besitzen, wovon 1,6 m über dem Erdboden sich befinden müssen; auch soll es nach Süden oder SO. gelegen und zum Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit mit Isolierschichten versehen sein.