Auch hier liegt in der Anwendung homerischer Formen auf die Stallgeschäfte eines heutigen Burschen ein Zug ironischer Schalkhaftigkeit.
Die halb ernste halb scherzende Wendung, wodurch der Dichter die Person, die er als sprechende bezeichnen will, selbst anredet, ist ebenfalls dem Homer nachgebildet. Wie Homer den Eumäus anredet:
Τὸν δ' ἀπαμειβόμενος προσέφης, Εὔμαις συβῶτα,
so spricht auch unser Dichter zum Apotheker:
Aber du zaudertest noch, vorsichtiger Nachbar, und sagtest,
und zum Richter:
Aber du sagtest indes, ehrwürdiger Richter, zu Hermann.
Auch Homers Weise jeder Person, jedem Gegenstande ein Adjektiv beizugeben, welches nun zum festen Begleiter des Substantivs wird ohne Rücksicht auf den Zusammenhang jeder einzelnen Stelle, auch diese freundlich epische Weise, die mit heitrer Anerkennung kein Ding ohne rühmendes Beiwort lassen will, findet sich in unserm Gedicht wieder. Da heißt es: die reinlichen Türme, der kräftig strotzende Kohl, die mutigen Hengste, die schön versilberten Schnallen, die saubern Stricke, die geräumigen Plätze, der gewölbte Busen, die reinliche Anmut, zierliches Eirund, die wohlgebildeten Knöchel u. s. w. Selbst Homers fixierte Adjektiva fehlen nicht:
Denn ich lebe beglückt mit beiden liebenden Eltern. —
Und es erstaunten die Freunde, die liebenden Eltern erstaunten. —
Weiß ich durch dich nur versorgt das Haus und die liebenden Eltern.
In der Abschiedsszene heißt es von den fremden Frauen: