O, es wird allen verständlich sein, daß niemand der kleinen Maja ihre Flucht aus dem Stock nachtrug. Die Königin legte den Arm um ihren Hals und sagte gütig:

„Du hast deine Heimat und dein Volk nicht vergessen, und im Herzen warst du treu. So wollen auch wir dir Treue halten. Für die Zukunft sollst du an meiner Seite bleiben und mich in der Leitung der Staatsgeschäfte unterstützen, ich glaube, daß deine Erfahrungen und alles, was du gelernt hast, auf diese Art am besten allen zustatten kommen werden und dem Wohl des Staates.“

Diese Bestimmung der Königin wurde von den Anwesenden mit großem Jubel aufgenommen, und es ist dabei geblieben.

So endet die Geschichte von den Abenteuern der kleinen Biene Maja. Man hörte, daß ihre Wirksamkeit der Bienenstadt zum Wohl und Nutzen gereichte, daß sie zu hohem Ansehen kam und von ihrem Volk geliebt wurde. Zuweilen suchte sie an ruhigen Abenden für ein Stündchen der Unterhaltung das stille Kämmerchen auf, in dem immer noch Kassandra lebte, Gnadenhonig aß und alterte. Dort erzählte sie den jungen Bienen, die ihr gerne lauschten, die Geschichten, die wir mit ihr erlebt haben.

Ende