Die holländische Ausgabe
im Verlag „Patria“, Amersfort
Copyright 1912 by Schuster & Loeffler, Berlin
Spamersche Buchdruckerei in Leipzig

[Kapitelfolge]

Seite
[I. Kapitel:]Majas Flucht aus der Heimatstadt9
[II. Kapitel:]Peppis Rosenhaus18
[III. Kapitel:]Der Waldsee und seine Leute27
[IV. Kapitel:]Iffi und Kurt41
[V. Kapitel:]Der Grashüpfer54
[VI. Kapitel:]Puck63
[VII. Kapitel:]Majas Gefangenschaft bei der Spinne74
[VIII. Kapitel:]Die Wanze und der Schmetterling88
[IX. Kapitel:]Hannibals Kampf mit dem Menschen94
[X. Kapitel:]Die Wunder der Nacht110
[XI. Kapitel:]Die Elfenfahrt125
[XII. Kapitel:]Der Dichter Alois Siebenpunkt132
[XIII. Kapitel:]Die Räuberburg139
[XIV. Kapitel:]Die Flucht146
[XV. Kapitel:]Die Heimkehr154
[XVI. Kapitel:]Die Schlacht der Bienen und Hornissen162
[XVII. Kapitel:]Die Freundin der Königin173

[ Erstes Kapitel]

Majas Flucht aus der Heimatstadt

Die ältere Bienendame, die der kleinen Biene Maja behilflich war, als sie zum Leben erwachte und aus ihrer Zelle schlüpfte, hieß Kassandra und hatte großes Ansehen im Stock. Es waren damals sehr aufgeregte Tage, weil im Volk der Bienen eine Empörung ausgebrochen war, die die Königin nicht unterdrücken konnte.

Während die erfahrene Kassandra der kleinen Maja, deren Erlebnisse ich erzählen werde, die großen blanken Augen trocknete und ihr die zarten Flügel etwas in Ordnung zu bringen suchte, brummte der große Bienenstock bedrohlich, und die kleine Maja fand es sehr warm und sagte es ihrer Begleiterin.

Kassandra sah sich besorgt um, aber sie antwortete der Kleinen nicht gleich. Sie wunderte sich darüber, daß das Kind schon so früh etwas auszusetzen fand, aber im Grunde war es richtig, die Wärme und das Gedränge waren beinahe unerträglich. Maja sah ununterbrochen Biene auf Biene an sich vorübereilen, das Geschiebe und die Eile waren so groß, daß zuweilen die eine über die andere fortkletterte und wieder andere sich wie zu Klumpen geballt vorüberwälzten.