„Die Wanzen“, erzählte er, „sind gern allein, und weil sie im allgemeinen nicht sehr beliebt sind, versuchen sie sich auf diese Art bemerkbar zu machen. Man würde sie sonst wahrscheinlich bald vergessen, aber auf diese Art denkt man an sie. Das wollen sie jedenfalls.“
„Wie schön Ihre Flügel sind,“ sagte Maja, „so leicht und weiß. Darf ich mich Ihnen vorstellen? Ich heiße Maja, vom Volk der Bienen.“
Der Schmetterling legte seine Flügel zusammen, so daß es aussah, als habe er nur einen, sie standen grade in die Luft empor. Er verbeugte sich ein wenig und sagte nur ganz kurz:
„Fritz.“
So hieß er. Maja konnte sich nicht satt sehen an seinen Flügeln. „Fliegen Sie mal“, sagte sie.
„Soll ich fortfliegen?“
„O nein,“ antwortete Maja, „ich möchte nur sehen, wie Ihre großen weißen Flügel sich in der blauen Luft bewegen, aber ich kann es ja auch später noch sehen. Wo wohnen Sie?“
„Ich habe keine bestimmte Wohnung,“ sagte Fritz, „man hat zu viel Umstände damit. Seit ich ein Schmetterling bin, ist das Leben erst wirklich schön. Früher, als ich eine Raupe war, kam man den ganzen Tag nicht von den Kohlblättern herunter, fraß und zankte sich.“
„Wie meinen Sie das?“ fragte Maja erstaunt.
„Früher war ich eine Raupe“, sagte Fritz.