Maja lachte.

„Nein, das meine ich nicht,“ sagte sie, „aber ich denke es mir wunderschön, alle Wesen so glücklich machen zu können, wie dieser Vogel es durch seinen Gesang kann. Aber was ist denn das,“ rief sie plötzlich in großer Verwunderung, „Herr, Sie haben ja ein Bein zuviel. Sie haben sieben Beine.“

Hannibal runzelte die Stirn und schaute unwillig vor sich hin.

„Jetzt haben Sie es also glücklich doch gemerkt“, sagte er verstimmt. „Allerdings habe ich kein Bein zuviel, sondern eins zuwenig.“

„Ja, haben Sie denn sonst acht Beine?“ fragte Maja erstaunt.

„Wenn Sie erlauben,“ meinte Hannibal, „wir Spinnen haben acht Beine. Wir brauchen sie, und auch sonst — es ist vornehmer. Mir ist eins abhanden gekommen, schade um das Bein, aber schließlich hilft man sich, so gut man kann.“

„Es muß sehr unangenehm sein, ein Bein zu verlieren“, sagte Maja teilnehmend.

Hannibal stützte das Kinn in die Hand und stellte seine Beine so, daß es schwer war, sie zu überzählen.

„Ich werde Ihnen mitteilen,“ sagte er, „wie es gekommen ist. Natürlich ist der Mensch dabei im Spiel, wie gewöhnlich, wenn etwas passiert. Unsereiner sieht sich vor, aber der Mensch ist unvorsichtig und greift mitunter zu, als ob man ein Stück Holz wäre. Soll ich Ihnen erzählen, wie sich dieser beklagenswerte Vorfall zugetragen hat?“

„Ach bitte,“ sagte Maja und setzte sich zurecht, „das wäre mir sehr interessant. Sie haben sicher ungemein viel erfahren.“