„Nun?“ fragte er und strich sich das goldene Haar aus der reinen Stirn.
„Ich möchte die Menschen kennenlernen, wie sie am schönsten sind“, sagte die kleine Biene heiß und rasch und fürchtete, sie würde hören, daß man einen so großen Wunsch nicht erfüllen könnte.
Aber der Elf erhob sich ernst und ruhig, und seine Augen bekamen einen Glanz von Zuversicht, er nahm die zitternde Hand der kleinen Maja und sagte:
„Komm, wir fliegen zusammen, dein Wunsch soll in Erfüllung gehen.“
[ Elftes Kapitel]
Die Elfenfahrt
So flogen der Blumenelf und die kleine Maja durch die Sommernacht dicht über den blühenden Blumen dahin. Als sie über den Bach kamen, blinkte das weiße Spiegelbild des Elfen im Wasser auf, als zöge ein Stern hindurch.
Mit wieviel Beglücktheit vertraute die kleine Biene sich diesem holden Wesen an! Sie hätte gar zu gern eine Menge wichtiger Fragen gestellt, aber sie wagte es nicht. Der Elf würde es schon gut hinausführen, das fühlte sie zuversichtlich.
Als sie miteinander durch eine hohe Pappelallee flogen, surrte es über ihnen, und ein dunkler Schmetterling, groß und stark wie ein Vogel, kreuzte ihren Weg. Der Blumenelf rief ihn an:
„Warte einen Augenblick, ich bitte dich!“ rief er.