„Es ist ein Glühkäferchen“, sagte der Blumenelf ernst.

Da merkte Maja trotz ihres Erstaunens zum erstenmal, warum ihr der Elf so liebevoll erschien. Er lachte niemals über ihre Unkenntnis, sondern er half ihren armen Gedanken, wenn sie sich nicht zurechtfinden konnten.

„Es sind seltsame Tierchen“, fuhr der Elf fort. „Sie tragen ihr eigenes Licht durch die laue Nacht umher, so beleben sie das Dunkel unter den Kuppeln der Büsche, wohin der Mond nicht dringt und finden einander leicht. Später sollst du einen kennenlernen, wenn wir zu den Menschen kommen.“

Maja wollte wissen weshalb.

„Gleich wirst du es sehen“, sagte der Blumenelf.

Sie waren inzwischen an einer Laube angekommen, die über und über von Jasmin und Gaisblatt bewachsen war. Sie ließen sich dicht am Boden nieder, ganz in der Nähe der Laube, aus der ein leises Flüstern klang. Der Blumenelf winkte einem Glühkäferchen. „Sei so gut,“ bat er den Kleinen, „leuchte ein wenig, wir müssen hier durch die dunklen Blätter hindurch, um in das Innere der Jasminlaube zu dringen.“

„Aber dein Schein ist ja viel heller als meiner“, sagte der Glühkäfer.

„Das finde ich auch“, meinte Maja, eigentlich nur um ihre Erregung zu verbergen.

„Ich muß mich in ein Blatt einhüllen,“ erklärte der Elf, „sonst sehen die Menschen mich und sie würden erschrecken. Wir Elfen erscheinen den Menschen nur in ihren Träumen.“

„Das ist etwas anderes“, sagte der Glühkäfer. „Mach gütigst Gebrauch von mir. Ich werde tun, was ich kann. Wird das große Tier, das du bei dir hast, mir nichts zu leide tun?“