„Was ist das?!“ riefen sie, „du bist eine der Unsrigen, und wir kennen dich nicht?“

„Laßt mich vor die Königin,“ stöhnte die kleine Maja, „gleich, rasch, es droht großes Unheil.“

Die Wächter zögerten noch, sie verstanden nicht, was vor sich ging.

„Die Königin darf nicht vor Sonnenaufgang geweckt werden“, sagte der eine von ihnen.

Da schrie Maja so laut und leidenschaftlich, wie die beiden wohl niemals eine Biene haben schreien hören:

„So erwacht die Königin vielleicht nie mehr zum Leben! Der Tod folgt mir auf dem Fuß.“ Und sie fügte so wild und zornig hinzu: „Ihr sollt mich vor die Königin führen!“ daß die Wächter ganz erschrocken und tief ergriffen gehorchten.

Nun eilten sie miteinander durch die warmen, vertrauten Straßen und Gänge, die Maja alle wiedererkannte, und obgleich ihre Erregung und Hast sie fast überwältigten, zitterte doch ihr Herz vor Wehmut unter den Wohltaten ihrer Heimat.

„Ich bin zu Hause“, stammelte sie mit blassen Lippen.

Im Empfangssaal der Königin brach sie beinahe zusammen. Einer der Wächter stützte sie, während der andere mit der ungewöhnlichen Botschaft in die Gemächer der Königin eilte. Sie hatten nun beide erkannt, daß etwas ganz Außerordentliches im Anzuge war, und der Bote lief so rasch, als seine Füße ihn trugen.

Die ersten Wachsbereiterinnen waren schon auf, neugierig schaute hier und da ein Köpfchen durch die Eingänge, die Nachricht dieses Vorfalls verbreitete sich schnell.