„Hannoverscher Courier“


Urteile der Presse über:
Waldemar Bonsels
Indienfahrt

Ich gestehe offen, daß mir noch niemals ein so formvollendetes, künstlerisch durchdachtes und von Schönheit überquellendes Buch unter die Augen gekommen ist.

„Der Bund“, Bern

Waldemar Bonsels' Buch ist nicht nur das Schönste, was ich je über Indien gelesen habe, auch ohne Rücksicht auf den Gegenstand muß ich es zu den wenigen großen Kunstwerken der Literatur der Gegenwart zählen, die an sich vollkommen sind. In meiner tiefen Ergriffenheit möchte ich auf dieses Buch alle die Lobsprüche häufen, wie sie schlagwortartig bei Anerkennungen wiederkehren.

„Die Hilfe“, Berlin

Es ist unmöglich, die Glut dieses Buchs aus Rausch, Fieber, Weisheit und Liebe zu zergliedern! Das Erlebnis Indien ist für Waldemar Bonsels das Erlebnis der Natur ohne Konventionen, ohne Zivilisation, ohne Mechanisierung des Lebens. Der Dichter durchstreift den Dschungel, immer auf der Suche nach reiner ungetrübter Natur, voll Qual und Lust, voll Größe und Einsamkeit. So wird der Leser vom stofflichen Reiz, vom Interessanten zur Philosophie, zur Betrachtung, zum Miterleben einer Dichtung geleitet, deren Gegenstand ein wirkliches Land ist, und aus einer Summe von Eindrücken wird ein phantastisches, großartiges und kühnes Gemälde des Lebens, wie es überall aus Gott fließt und zu seinem Urgrund zurückflutet.

„März“, München

Bonsels zeigt sein Indien, das Indien eines Menschen, der mit durstiger Seele durch die Wälder und Berge zieht. So, aus dem Persönlichen heraus, erwacht dieses Land mit einer Lebendigkeit vor unseren Augen, als stünden wir selber auf seiner Erde, als quölle der Dunst seiner Frühe und die Glut indischen Mittags vor uns aus dem Boden mit all seinen Gefahren und mystischen Verlockungen. Mir scheint dies wirklich die einzige Methode zu sein, mit der ein Land deskriptiv zu erfassen ist. Man darf nicht mit der Kamera und dem Lot auf solch eine Reise gehen, sondern mit einer Seele; einer Seele, die hell sein muß wie ein Spiegel, der die Sonne aufnimmt und widerstrahlt aus der Begrenztheit seiner Dinghaftigkeit in die Unbegrenztheit seelischen Erlebnisses.