Bernd Oerlsund

Du bist es! Du ... Was täuscht der Böse vor?
Sind diese Beiden an mein Bett getreten,
um sich bei frechen, sündigen Gebeten
der Schwäche ihres Gegners zu erfreun?!

Zu Arne

Geht fort! Hinaus! Ich sterb allein!

Arne

Ich biete Euch den Trost der Sakramente,
zu denen Ihr Euch lebenslang bekannt.
Was immer Euch von Gottes Liebe trennte,
sein Blut verwand es. Gebt mir Eure Hand.
Es hat noch keines Dieners Schuld entweiht
die Hoheit dessen, welcher ihn gesandt.
Des Knechtes Schwäche ist sein eigen Leid,
doch Euer Leid liegt in des Vaters Hand.

Oerlsund

Wohl aber macht das Laster ungeschickt
den Knecht, des Herren Rechte zu vertreten.
Wer, sagt mir an, wer hat Euch hergebeten?
Gott ist in keines Menschen Tun verstrickt.

Arne

Seht keine Schuld, auch unsre seht nicht an.
Was Ihr ein reiches Leben lang getan,
wird keiner Euch in Norby je vergessen.
Wie tröstet unser schwankendes Gemüt,
daß Liebe abschließt, was sie selbst begonnen.
Sie lenkt uns alle, heimlich und besonnen,
was uns geschieht, verleitet in ihr Wesen,
ist schon für ihr Erlösungswerk erlesen.
Drum richtet nicht, bevor Ihr recht erkannt.
Es fällt kein Blättlein ohne Gottes Hand.