Sein starkes Angesicht verrät es kaum,
daß er uns läßt. Er stirbt, wie er gelebt.
Nie hat der Tod ihm Graun und Furcht gemacht.

Jörgen

Sprich leise, daß er nicht erwacht.

Holger

Im Frühling, in diesem bösen Jahr,
als Hög den letzten Seeadler erlegt,
der auf den Norbyer Klippen war,
war ich erzürnt und tief bewegt,
als sei nun eine große Zeit,
ihre freie und wilde Herrlichkeit
für immer dahin. Glutrot hinter den Hügeln
versank der Tag. Der Schuß traf gut.
Der Vogel peitschte mit zornigen Flügeln
das Meer, das aussah wie Blut.
Lang hinhallend über die See
klagte sein letztes Geschrei,
dann sanken die Schwingen. Es war vorbei.
Mir tat sein Tod in der Seele weh,
und immer war mir ums Herz bis heute,
als ob das Unheil für uns bedeute.

Jörgen

So darfst du nicht denken. Wie kann das sein.

Holger

Das Unglück brach bald genug herein.
Zwei Wochen darauf ohne Dank und Gruß
verließ Naemi im Trotz das Haus.
Die Dirne des Pfarrers wurde daraus!

Jörgen