Zweiter Bursche

Geehrte Rechnung, hochgeschätzter Wind!
Uns wird er nur den Hut vom Kopfe nehmen.
Wer Angst verspürt, der möge sich bequemen,
ihn selbst zu ziehn. So hilft er sich geschwind.
Und ob die Herrschaft Pfaff, ob Oerlsund heißt,
am besten tut sich, wer auf beide scheißt.
Für heute, dünkt mich, bläst der Wind vom Meer.
Man soll nicht stören, wenn die Herrschaft streitet.
Zu alledem geb ich mich gerne her,
wenn man den Pfaffen ihre Brunst verleidet.

Vierter Bursche

Was streitet ihr? Mir ist das Herz bewegt.
Ihr kränkt euch. Großes soll an uns geschehn.
Zum Raufen bin ich wenig aufgelegt
und habe nichts als Kummer zu gestehn.
Ich möchte Schuld und Unschuld nicht verteilen,
bin wie ein Nachen zwischen Meer und Küste.
Dort fühl’ ich Grund, hier aber kann ich weilen,
dorthin zieht Gunst mich, hierher mein Gelüste.
Ihr seht mich unter euch und mit euch gehn,
und habt mir doch die rechte Lust verleidet.
Mich lockt die Glut, in der das Gold sich scheidet,
doch nicht der Wunsch, ihr möchtet sie bestehn.

Zweiter Bursche

In jedem Troß, der sich zur Tat geschickt,
läuft einer mit, der ihm die Hosen flickt,
der heute bebt, wenn Oerlsund nicht befiehlt,
und der sich morgen in die Kirche stiehlt.
Halt doch das Maul. Siehst du Naemi kommen,
tust du ja doch, was sie sich vorgenommen.

Vierter Bursche

Und mehr vielleicht als du. Am rechten Ort
sind mir die Fäuste lieber als das Wort.

Erster Bursche

Ihr seid zu früh mit euren Taten dran.
Seid ihr von Sinnen, daß ihr hier mit Streit
beginnt? Seid ihr des Teufels? Kommt heran
und seht euch zeitig die Gestalten an,
die dort sich nahn. Die Stunde ist nicht weit,
da ihr für bessere Dinge einig seid.