Daß dein verfluchtes Leben endlich ende!

Er prallt entsetzt zurück, als er Naemi erblickt, den Kelch in ihrer Hand und den sterbenden Pfarrer am Altar im Licht der Morgensonne, das durch die zerschlagene Tür fällt. Hinter ihm sammeln sich, gehemmt durch ihn, die verwilderten und blutenden Gestalten der Burschen. Männer und Frauen drängen nach. Lärm und Rufe verstummen.

Arne

aufgerichtet

Ein neuer Morgen wird sein Licht
auf fernes Blühn der Berge tun
und über mein Gesicht ...
Herr Christ, laß dein lebendig Blut
auch über mein vergänglich Gut
hinfließen. Laß mich ruhn.

Er stirbt.

Holger

langsam vordringend, zu Naemi, die sich schützend vor die Leiche des Pfarrers stellt

Ist das der Sinn, um den ich rang und litt?
Ist das der Lohn, um den ich redlich stritt?
So sei durch mich der Frevelmut gesühnt,
zu dem dein Schmerz der Liebe sich erkühnt.
War ich ein Tier, ein Narr, ein Ungeweihter,
daß du mein Glühn mit dieser Schmach bedankst?
So freß die Glut, an der du Dirne krankst,
in alle Ewigkeiten an dir weiter!

Holger ersticht Naemi.