Er ließ sich dicht neben ihr nieder, nahm den Strohhut von der heißen Stirn und lächelte.

»Einen Gruß könntest du schon sagen ...«

»Gott ...« machte sie lässig, und dann fügte sie mit forschenden Augen hinzu:

»Heute abend ...?«

»Das ist wahr«, sagte er mit einer Miene, als empfinge er eine betrübliche Nachricht, »heute abend kommen sie.«

Alle auf dem Gut dachten daran. Afra hörte mit an, wie Martin sich den neuen Herrn vorstellte.

Plötzlich unterbrach sie ihn:

»Du bist ein Narr«, rief sie. »Ihr seid alle Narren.«

»Weißt du es besser?«

»Ihr alle seht den neuen Herrn in euren Gedanken so, wie ihr ihn euch zu eurem Vorteil wünscht. Der Vater meint, daß er eine Vorliebe für neue Treibhäuser habe und Spalierobst bevorzugen würde, der Verwalter faselt von großem Geschick, einen Kornjuden zu überlisten, und der Förster weiß, daß er Schmetterlinge im Flug mit der Kugel treffen kann.«