Natürlich — der bekümmerte sich kein bißchen um seine Töchter ... hatte sich irgendwo im Rauchzimmer festgekneipt!
Wahrhaftig, da saß er mit dem Oberstleutnant, dem Bezirkskommandeur, ein paar pensionierten Exzellenzen und Stabsoffizieren um einen Siphon Münchener.
»Verzeihung, meine Herren! — Moritz, komm, wir müssen nach Hause!«
»Aber, Kind — 's ist ja noch nicht mal Mitternacht!«
»Einerlei — wir müssen! Nelly hat einen kleinen Unfall gehabt ... Fuß verstaucht ... einen Riß im Kleid ... und außerdem —«
»Verflucht! — Selbstverständlich ganz zu deiner Verfügung, liebste Amelie! — Sie verzeihen, meine Herren!«
Die alten Herren schmunzelten.
Es kam selten vor, daß Frau Amelie von Sassenbach nicht aus irgendeinem Grunde vorzeitig zum Aufbruch blies und den Gatten vom Münchener wegschleifte ...
— Wutbebend berichtete Frau von Sassenbach ihrem Gatten.
Der fluchte: »Das kommt davon, daß sich das Mädel mit dem Landwehrfritzen eingelassen hat ... den hätte sie doch wahrhaftig kennen sollen! — Wo steckt sie denn?«