»Na, lieber Frobenius, wie war's Quartier?«

»Danke gehorsamst, Herr Major! — Waschen müssen hab ich mich auf dem Korridor: meine Schlafstube reichte nur fürs Bett!«

»Und ich hab' 'ne Art Tanzsaal gehabt ... mußte heut morgen 'ne halbe Stunde nach mir selber suchen, bis ich mich fand! — Sie sehen übrigens ganz vergnügt aus bei diesem Sauwetter!«

»Warum auch nicht, Herr Major!? — Man kann ja dabei an die schönsten Sachen denken!«

Der Major schmunzelte.

Eigentlich ein ganz prachtvoller Herr, dieser Don Quijote! — Schade, das Malheur im Tanzsaal! — Schließlich — Frau Professor wäre doch eigentlich durchaus standesgemäß gewesen ... und daß er ein Bürgerlicher war ... du lieber Gott, wenn ein Mädel mal sechsundzwanzig Jahre alt geworden ist ...


Dem Miniaturkrieg, welchen beide Brigaden, durch Kavallerie, Artillerie und Spezialwaffen verstärkt, im zweiten Manöverabschnitt gegeneinander zu führen hatten, lag eine überaus komplizierte Annahme für die allgemeine Kriegslage zugrunde. Aber diese Annahme existierte eigentlich nur für die beiden Detachementsführer. In das geliebte Deutsch der Unterführer und vollends der Mannschaften übersetzt verwandelte sich jede Gefechtsannahme, verwandelte sich überhaupt das ganze Manöver in das äußerst einfache Rezept:

Marschieren, bis man an den Feind heran ist — dann ausschwärmen, schießen, sprungweise vorgehen — marsch, marsch, hurra!

Na — und das hatte man ja gebimst bis die Schwarte knackte!