22) Presseberichte darüber im Bundesarchiv Koblenz ZSG 189 und "Student & Hochschule" I/1.

23) Über diese Bewegung hielt ich mich ständig auf dem Laufenden, außer durch persönliche Kontakte auch durch ihre Zeitschrift "Nation und Staat", Wien.

24) Der Leiter war Dr. H. Schairer, der auf seinem Spezialgebiet auch international anerkannt war und sich später als aktiver Hitlergegner erwies.

25) Über den Verlauf der Tagung fand ich viele Zeitungsausschnitte in den Akten der damals gegnerischen Deutschen Studentenschaft im Deutschen Bundesarchiv Koblenz ZSG 129.

26) Dr. Theodor Bohner war der Fachreferent der demokratischen Fraktion im preußischen Landtag für Kultur­ und Bildungswesen, also die Stellung, die Frau Dr. Wegscheider bei den Sozialdemokraten hatte. Er war ein besonders enger Freund des Demokratischen Studentenbunds und ich erinnere mich lebhaft an viele erfreuliche Gespräche mit ihm.

27) siehe Vossische Zeitung 15. Januar 1930.

28) W. Stephan a.a.O. S.391.

29) "Student und Hochschule", 1929 Nr.5/6.: "die Ideologie der heutigen Studenten ist nicht zu verstehen, wenn man nicht zuvor die Soziologie der Studenten untersucht" begann Zehrer seinen Beitrag. Weit über die Hälfte kommen vom durch die Inflation verarmten Mittelstand, zwischen dem "Kapital" und den "Organisationen der Masse" zerrieben, die ältere Generation mürbe und resigniert, wachsen die Söhne schon in einer anderen Wirklichkeit auf, daher die Ideologie der vom Faschismus und Nationalsozialismus Angezogenen. Der Faschismus aber hat die Mittelklassen bereits 1924 "wieder ausgeschaltet", der Nationalsozialismus "aber verrannte sich im Antisemitismus und im Kampf gegen Rom und die Freimaurer". Viel wichtiger als gegen Republikfeindlichkeit und Unruhestifter in der Studentenschaft vorzugehen, wäre durch ein neues großes Wirtschaftsprogramm die Lage der Mittelklasse zu verbessern. Das kann nur durch eine "tiefgreifende Aktivierung der heutigen, alten Mittelparteien" geschehen. So Zehrer im November/Dezember l929.

30) Über diese sehr enge Verbindung siehe Th. Heuss S.375 f.

31) W. Stephan S.395.