Klaus Tiedemann seufzte.
Dann küßten und umarmten sie sich. Fred bat den Vater, während seiner Abwesenheit ein wenig auf das Geschäft zu achten. Man könnte dem Alten und Gerhard doch nicht ganz trauen.
Nun fuhr Klaus Tiedemann jede Woche einmal zur Stadt.
Wenn er zurückkam, war er in aufgeräumter Stimmung.
Es drängte ihn zu sprechen.
Er erzählte Hilde von seiner Jugendzeit, von den überseeischen Ländern, die er kennengelernt hatte, von den Sitten der Leute. Er suchte die alten Erinnerungen hervor, als wollte er sich die Vergangenheit wieder ins Leben rufen, um damit die Gegenwart zu füllen.
Er sprach davon, wie er zwei Tage nichts zu essen gehabt hatte und an Selbstmord dachte, wie er auf der Kaimauer zu New York über den gurgelnden Wassern gestanden, während das Schiff wieder auslief, das ihn gebracht hatte und das nun andere holte, die auch das Glück suchten. Schwer lag die Rußfahne des Rauchfanges auf der hochgehenden See.
Er wurde Kellner, um sein Leben zu fristen. Durch einen Zufall fand er eine Stelle.
Vom ersten Tage an legte er zurück; lieber darbte er, um die Summe sparen zu können, die er sich vorgenommen hatte.
Wenn die Firma sich mit Hunderttausenden beteiligte, tat er es mit seinem Hungergeld: so waren beider Interessen eng verknüpft.