Und gerade hier liegt die Zukunft der Harmonielehre der Malerei. Die „irgendwie“ zueinander stehenden Formen haben doch im letzten Grunde eine große und präzise Beziehung zueinander. Und schließlich läßt sich auch diese Beziehung in einer mathematischen Form ausdrücken, nur wird hier vielleicht mehr mit unregelmäßigen als mit regelmäßigen Zahlen operiert.
Als letzter abstrakter Ausdruck bleibt in jeder Kunst die Zahl.
Es ist selbstverständlich, daß dieses objektive Element andererseits die Vernunft, das Bewußte (objektive Kenntnisse—malerischer Generalbaß) als eine notwendige mitwirkende Kraft unbedingt verlangt. Und dieses Objektive wird dem heutigen Werk auch in der Zukunft die Möglichkeit geben, statt „ich war“—„ich bin“ zu sagen.
[1] Solche Versuche wurden gemacht. Dazu trägt viel bei der Parallelismus mit der Musik, z. B. „Tendances Nouvelles“, Nr. 35: Henri Rovel—Les lois d'harmonie de la peinture et de la musique sont les mêmes (P. 721).
[2] Dieser Wirrwarr ist natürlich auch ein präzises Leben, aber einer anderen Sphäre.
[3] Die eben beschriebene Welt ist doch eine Welt mit dem ihr unbedingt eigenen inneren Klang, welcher im Grunde, im Prinzip notwendig ist und Möglichkeiten bietet.
[4] Es muß hier wieder ausdrücklich betont werden, daß alle solche Fälle, Beispiele etc. nur als schematisierte Werte anzusehen sind. Alles dies ist konventionell und kann durch die große Wirkung der Komposition und ebenso leicht durch einen Strich geändert werden. Die Möglichkeiten ziehen sich in unendliche Reihen.
[5] Immer muß unterstrichen werden, daß die Ausdrücke, wie „traurig, freudig“ usw., sehr grober Natur sind und nur als Wegweiser zu den feinen, unkörperlichen Gemütsvibrationen dienen können.
[6] Wenn das Märchen nicht im ganzen „übersetzt“ ist, so hat es zur Folge ein Resultat, ähnlich dem der kinematographischen Märchenbilder.