Dies zu empfinden, ist das höchste Glück,
Es nicht zu fordern, ist bescheidne Pflicht,
Es zu erwarten, schöner Trost im Leiden.
[37] August Sauer, Goethe und Österreich II.
[38] Gestehen wir zu: er war es völlig. Man vergleiche zum Beispiel, wie er 1821 in den Annalen über 1811 den bösen Streit mit dem Ehepaar v. Arnim darstellt, die er doch im folgenden Jahre als „Tollhäusler“ bezeichnet hat, die er froh sei, losgeworden zu sein. Es lohnt sich auch, die ‚Kampagne in Frankreich‘ mit dem Bericht zu vergleichen, den der gemeine Soldat Laukhardt über dieselben Dinge gegeben hat (C. F. Laukhardts Leben und Schicksale, Dritter Teil, Leipzig 1796).
[39] Das Fragment über die Natur, das in Goethes Werke immer wieder aufgenommen wird, ist nicht von Goethe, sondern von Georg Christoph Tobler aus Zürich verfaßt, der 1781 viel mit Goethe umging. Vielleicht hat Goethe ein wenig daran gearbeitet, ehe er es in’s ‚Tiefurter Journal‘ gab. Hier dürfen wir es als etwas Goethisches erwähnen, da es, wie er selber später bestätigte, seine damalige Denkart ausdrückt.
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Dr. Wilhelm Bodes Goethe-Bücher