Während die Naturforschung, die Technik, der Realitätssinn in der Stille schon die ganze Unterströmung beherrschen, liegt das Bewußtsein doch noch hell im ästhetischen Felde. An den ästhetischen Begriffen wird zunächst noch gemessen, was aus jener engeren Wirklichkeitswelt zufließt. Noch kann man von einer ästhetischen Weltanschauung reden, die selbst Naturforscher ersten Ranges beherrscht.

Aber in dieser Vorherrschaft ist sie allerdings schon in einer absteigenden Linie. Und der Umschwung wird in der zweiten Hälfte vollständig sichtbar.

Aus einem ästhetischen Wellenkamm ist nunmehr ein Tal geworden.

Jene Wirklichkeitsstimmung hat die Lichtgrenze des Bewußtseins allenthalben erobert. An ihr, an Wirklichkeitswerten, wird das Ästhetische des Tagesgebrauches jetzt umgekehrt gemessen. Und da alsbald noch mehr als das.

Indem die „Wirklichkeit“ in den Brennpunkt der Übertreibung tritt, erfolgt etwas, wovor am Ende des achtzehnten Jahrhunderts allen guten Köpfen gegraut hätte wie vor der Sünde wider den heiligen Geist.

Die Existenzfrage der Kunst wird gestellt.

Die Berechtigungsfrage aus jenen Gedankengängen heraus.

Die Welle auf der schiefen Ebene hat die Mauer erreicht und platzt.

Von der einen Seite kommt eine Strömung, die sich wissenschaftlich nennt.

Sie wird eingeleitet durch eine gewisse allgemeine Stimmung.