Finken zirpen leise, einförmig aus dem Unbekannten der Kiefernkronen.
Und nun auf einmal, ganz unvermittelt, ein hartes, rohes Geräusch, mitten aus der Landschaft, als stürze ihr etwas ins Herz.
Ein Ratschen, Knacken, ein Ruck und Fall.
Vor dem Glast hat sich etwas bewegt wie ein Schattenfinger. An dem plumpen, rot-weiß getünchten Bahnsignal dort ist automatisch der Galgenbalken heruntergefallen. Eine geheime Zeichensprache eines automatischen Hampelmanns, an dem ein Schicksal hängt.
Pfingstwehen.
Wie ich auf die grünen Flammen dort schaue, die jetzt wieder in der großen Stille ein ganz verlorener Lufthauch geräuschlos wiegt, denke ich an das große alte Symbol der Pfingstgeschichte.
Aus der Urtiefe des Geheimnisses auf einmal der Geist vorbrechend, wild wie ein Feuer, das da ist, niemand weiß, woher, und uns verzehrt, ehe wir es fest erkennen.
Und in diesem Geist verjüngt sich eine Zeit, eine neue Menschheit wird mit ihm geboren.
Woher?
Aus dem Unbekannten in uns, aus dem „Werde“ des Entwickelungsrätsels, aus der Natura naturans, die weltengründend auch in uns weiterlebt, wie sie in Milchstraßen und Sonnen gewesen ist.