"Du hast da ein wahrez Wort gesprochen guter Gezell! Landsknecht' hätte er sollen haben und keine Schwyzer. Und hält er zich jetzt wieder zu ihnen, zo weiß ich, waz ich von ihm halte. Landsknecht hätt' er zollen haben, ich zag's noch einmal. Nicht wahr, Magdeburger?"

"Dat well ich man och meenen", antwortete der Magdeburger. "Landsknechte oder keener können den Heertog wieder eup den Stuhl setzen."

"Ja, alle Achtung vor den Herren Landsknechten", sagte der Spielmann und lüftete ehrerbietig die Mütze, "freilich, Euch Herren sollt' er haben. Aber der Bund wird Euch so gut belohnt haben, daß Ihr dem armen Herzog nicht zu Hilfe ziehen mögt."

"Gelohnt, socht er?" rief der fünfte Hauptmann und lachte. "Jo, wenn er's Geld von Blech schlagen könnt, der schwäbisch Hund! Bei denen gilt's Sprüchwort:

'Dien' wohl und ford're keinen Sold, so werden Dir die Herren hold.'

"Ich soch, schlecht hot er uns bezahlt. Und wenn Seine Durchlaucht, der Herr Herzog, mi hoben will, ich steh 'nem z'Dienst wie jedem."

"Staberl, du hast recht", sagte der Oberst, und wichste den ungarischen Bart. "Mordblei, die Katz ist gern wo man sie strählt. Wenn der Herr Ulrich gut zahlt, zo wird, Gott straf' mein Zeel', unsere ganze Mannschaft mit ihm ziehen."

"Nun, das werdet Ihr bald sehen können", entgegnete der Bauer, listig lächelnd, "habt Ihr noch keine Antwort vom Herzog auf Eure Botschaft?"

Der Oberst Peter wurde feuerrot bis in die Stirn "Mordelement! Wer bist denn Du, Menschenkind, daz Du mein Geheimnuz weißt? Wer hat Dir gezagt, daz ich zum Herzog schickte?"

"Zum Herzog hob' Er g'schickt, Peter? Was hobt Er denn für G'heimnis mitenonder, daß wir's nit wissen dürften. Soch es nur gleich!"