Gute Tafel, mein Herr?" fragte der Marquis, nun, die wird auch da sein; ich denke mir, man speist wohl nach der Karte? Aber, meine Herren, was sagen Sie dazu, wenn wir uns zur Unterhaltung gegenseitig etwas aus unserem Leben erzählen wollten? Ich höre so gerne interessante Abenteuer, und Baron Garnmacher hat deren wohl so viele erlebt als Mylord?"

Goddam! das war ein vernünftiger Einfall, mein Herr," sagte der Engländer, indem er mit der Reitgerte auf den Tisch schlug, die Füße von dem Stuhl herabzog und sich mit vieler Würde in dem Fauteuil zurecht setzte; noch ein Glas Rum, Markör!"

Ich stimme bei," rief der Deutsche, und mache Ihnen über Ihren glücklichen Gedanken mein Kompliment, Herr von Lasulot.—Eine Flasche Rheinwein, Kellner!—Wer soll beginnen zu erzählen?"

Ich denke, wir lassen dies das Los entscheiden," antwortete Lord
Fotherhill, Und ich wette fünf Pfund, der Marquis muß beginnen."

Angenommen, mein Herr," sagte mit angenehmem Lächeln der Franzose; machen Sie die Lose, Herr Baron, und lassen Sie uns ziehen, Nummer Zwei soll beginnen."

Baron Garnmacher stand auf und machte die Lose zurecht, ließ ziehen, und die zweite Nummer fiel auf ihn selbst.

Ich sah den Franzosen dem Lord einen bedeutenden Wink zuwerfen, indem er das linke Auge zugedrückt, mit dem rechten auf den Deutschen hinüberdeutete; ich übersetzte mir diesen Wink so: Geben Sie einmal acht, Mylord, was wohl unser ehrlicher Deutscher vorbringen mag. Denn wir beide sind schon durch den Rang unsrer Nationen weit über ihn erhaben."

Baron von Garnmacher schien aber den Wink nicht zu beachten; mit großer Selbstgefälligkeit trank er ein Glas seines Rheinweins, wischte in der Eile den Stutzbart mit dem Rockärmel ab und begann.

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NEUNZEHNTES KAPITEL.