Das Manuskript

So viel, als ich hier niedergeschrieben habe, lebt von diesem Abend noch in meiner Erinnerung; doch kostete es geraume Zeit, bis ich mich auf alles wieder besinnen konnte. Ich muß in einem langen, tiefen Schlaf gewesen sein; denn als ich erwachte, stand Jean vor mir und fragte, indem er die Gardine für die Morgensonne öffnete, ob jetzt der Kaffee gefällig sei?

Es war elf Uhr. Wo war denn die Zeit zwischen gestern und heute hingegangen? Meine erste Frage war, wie ich denn zu Bett gekommen sei.

Der Kellner staunte mich an und meinte mit sonderbarem Lächeln, das müsse ich besser wissen als er.

Ah! ich erinnere mich," sagte ich leichthin, um meine Unwissenheit zu verbergen, nach der Abendtafel…."

Verzeihen der Herr Doktor," unterbrach mich der Geschwätzige. Sie haben nicht soupiert. Sie waren ja alle zu Tee und Punsch auf Nr. 15."

Richtig, auf Nr. 15, wollte ich sagen. Ist der Herr Professor schon auf?"

Wissen Sie denn nicht, daß sie schon abgereist sind?" fragte der
Kellner.

Kein Wort!" versicherte ich staunend.

Er läßt sich Ihnen noch vielmal empfehlen, und Sie möchten doch in T. bei ihm einsprechen; auch läßt er Sie bitten, seiner und des gestrigen Abends recht oft zu gedenken, er habe es ja gleich gesagt."