Ich gestehe, ich tat es ungern. Ich hatte schon zu diesem Teile alles geordnet; es fand sich darin eine Skizze, die nicht ohne Interesse zu lesen war, ich meine die Szene, wie er mit Napoleon eine Nacht in einer Hütte von Malojaroßlawez zubrachte und wie von jenen Augenblicken an so vieles auf geheimnisvolle Weise sich gestaltet im Leben jenes Mannes, dem selbst der Teufel Achtung zollen mußte. vielleicht—weil er ihm nicht beikommen konnte, doch—vielleicht ist es möglich, dieses merkwürdige Aktenstück dem Publikum an einem andern Orte mitzuteilen.

Noch war ich mit Durchsicht und Ordnen der Papiere beschäftigt, da wurde die Türe aufgerissen, und mein Freund Moritz stürzte ins Zimmer.

Weißt du schon?" rief er. Er hat ihn verloren."

Wer? Was hat man verloren?"

Nun, von was wir gestern sprachen, den Prozeß gegen Clauren meine ich, wegen des M a n n e s i m M o n d e!"

Wie? Ist es möglich!" entgegnete ich, an meinen Traum denkend. Unser
Freund, der Kandidatus Bemperlein? Den Prozeß?"

Du kannst dich drauf verlassen; soeben komme ich vom Museum, der
Verleger sagte es mir, soeben wurde ihm das Urteil publiziert."

Aber wie konnte dies doch geschehen, Moritz? War er etwa auch in
Klein=Justheim anhängig?"

Klein=Justheim? Du fabelst, Freund!" erwiderte der Freund, indem er besorgt meine Hand ergriff. Was willst du nur mit Klein=Justheim, wo gibt es denn einen solchen Ort?"

Ach," sagte ich beschämt, du hast recht; ich dachte an—meinen
Traum."