Meine Zuhörer! Ich habe also vor euch gesprochen, weil ich nicht anders konnte. Ich habe nicht auf Dank, nicht auf Lob gerechnet. Die Menge ist vielleicht so tief gesunken, daß sie nicht mehr an solche Worte glaubt, meine Stimme verhallt vielleicht in dem tausendstimmigen Hurra, womit man in diesem Augenblick einen frischen Strauß Vergißmeinnicht empfängt.

Doch, wenn meine Worte auch nur auf einem Antlitz jene Röte der Scham aufjagten, die wie die Morgenröte der Bote eines schöneren Lichtes ist, wenn auch nur zwei, drei Herzen entrüstet sich von ihm abwenden, so habe ich für mein Bewußtsein genug getan! Weiß ich doch, daß es in diesen Landen noch Männer gibt, die mir im Geiste danken, die mir die Hand drücken und sagen: »Du hast gedacht wie wir!« Amen.


Skizzen.


Inhaltsverzeichnis.

Seite.
Die Bücher und die Lesewelt.
1. Die Leihbibliothek[225]
2. Geschmack des Publikums[227]
3. Der große Unbekannte[230]
4. Besuch im Buchladen[233]
5. Der unternehmende Geist[235]
6. Schluß[238]
Freie Stunden am Fenster[240]
2. Die Liebe parterre[243]
3. Der zweite Stock[246]
4. Jocko[249]
5. Die Bel-Etage[252]
6. Der arme Schuster[255]
7. Die deutsche Literatur[261]
Der ästhetische Klub[264]
Ein paar Reisestunden[267]
Hochzeitgruß an Karl Grüneisen[278]