»Wie?« unterbrach ihn der Präsident, »er ist schon hier? Und wir schwatzen schon eine Stunde von ihm, und Sie sagen nichts –«

»Fräulein Tochter ist nicht minder in der Schuld als ich,« entgegnete jener, »sie kennt ihn sogar genauer als ich.«

»Ich glaube, Ihr seid von Sinnen, Berner, oder mein Laubenheimer hat Euch erleuchtet. Du, Idchen, du kennst ihn?«

»Nein – ja –« antwortete Ida, noch höher errötend. »Ich habe mit ihm getanzt, das ist alles.«

»Er war also gestern auf dem Ball? Schon bei Jahren, natürlich, ein ältlicher Mann? Schon in unserem Alter, Berner?«

»Nicht so ganz,« sagte dieser mit Hohn, »er mag so seine drei- bis vierundzwanzig Jährchen haben. Uebrigens können Exzellenz seine Bekanntschaft recht wohl machen, er logiert drüben im Mond.«

Der Präsident war zufrieden mit diesen Nachrichten; er sann nach, wie der junge Mann am besten zu halten sein möchte, denn er trieb alles gern nach dem Kanzleistil. Freund und Tochter, die er zu Rat zog, rieten, ihn einzuladen und ihm so viel Ehre und Vergnügen als möglich zu geben. Der Hofrat nahm es über sich, die Sache einzuleiten, und der Präsident ging um ein Geschäft leichter in sein Kollegium.


Operationsplan.