Fig. 21b.
Vorderansicht und Grundriß des Schopperschen Falzers.

Die Versuche werden in folgender Weise ausgeführt:

  1. Der Fanghebel (22) wird zurückgeschlagen und das Antriebrad gedreht, bis der Stift einschnappt.
  2. Die Fangstifte (5) werden gehoben, wodurch die Klemmen die für das Einspannen bestimmte Lage einnehmen.
  3. Der Probestreifen wird in den Schlitz und in die Klemmenöffnungen gelegt, die Klemmschrauben werden fest angezogen.
  4. Die Hülsen (3) werden so weit nach außen gezogen, bis die Stifte (5) einschnappen.
  5. Das Zählrad (18) wird auf 0 eingestellt und eingerückt.
  6. Das Antriebrad wird durch Anziehen des Hebels (22) ausgelöst und dann gleichmäßig mit 100 bis 120 Umdrehungen in der Minute so lange gedreht, bis der Bruch eintritt.
  7. Die Anzahl Falzungen wird auf dem Zählrad abgelesen.

In der Versuchsanstalt sind 3 Schoppersche Falzer unter Benutzung eines Versuchsmaterials von fast 1000 Papieren einer sehr eingehenden Prüfung unterzogen worden.[23]

Es hat sich gezeigt, daß man die Papiere mit Hilfe des Falzers im großen und ganzen in ähnlicher Weise abstufen kann, wie mit der Handknitterung; man könnte somit der Frage näher treten, ob es angebracht erscheint, die Handknitterung fallen zu lassen und an ihre Stelle die Bestimmung des Falzwiderstandes mit Hilfe des Schopperschen Falzers zu setzen.

Als Falzklassen könnten natürlich zunächst nur die in Frage kommen, die sich als Mittel aus sämtlichen Versuchen ergeben haben, nämlich der Widerstandsstufe

außerordentlich gering

entspr.,

die

Falzklasse

0

mit

  0–   2

Doppelfalzungen

sehr gering

1

  3–   6

gering

2

  7–  20

mittelmäßig

3

 21–  40

ziemlich groß

4

 41–  80

groß

5

 81– 190

sehr groß

6

191–1000

außerordentlich groß

7

mehr als 1000   „

[23] Der umfangreiche Bericht hierüber ist in den „Mitt. a. d. techn. Vers.-Anst.“ 1901, S. 161ff. veröffentlicht worden.

Bestimmung des Quadratmetergewichtes und der Dicke.