Der anatomische Bau aller zu den Nadelhölzern gehörigen Arten ist sehr gleichartig und deshalb die auf geringe Verschiedenheiten in dem Bau der Markstrahlzellen gestützte Unterscheidung oft recht schwierig. Bei der Papierprüfung hat diese Unterscheidung im allgemeinen wenig Wert, und es soll daher, um den Stoff nicht unnütz zu erschweren und zu erweitern, auf die anatomischen Verschiedenheiten der einzelnen Koniferenarten nicht eingegangen werden. In Wiesners Technischer Mikroskopie und in ähnlichen Werken kann man die Unterscheidungsmerkmale finden.
Fig. 32.
Fig. 33.
Diejenigen Zellen nun, die dem Beobachter sofort auffallen und die am zahlreichsten vertreten sind, sind die sogenannten Holzzellen, teils dick- teils dünnwandige Zellen, die durch die Tüpfel oder behöften Poren sehr charakteristisch gekennzeichnet sind. Die Tüpfel erscheinen, von der Fläche aus gesehen, meist als zwei konzentrische Kreise, wie dies aus [Fig. 32], die eine schematische Darstellung dieser Tüpfel, a) von der Fläche gesehen, b) in Seitenansicht, zeigt, deutlich zu ersehen ist. Ansicht b) wird man indessen bei Untersuchungen selten wahrnehmen. Die Tüpfel erscheinen mehr oder weniger elliptisch geformt und zur Längsachse der Zelle schief gestellt.
Fig. 34.
Wenn auch ein großer Teil der Holzzellen beim Schleifen des Holzes zertrümmert wird ([Fig. 33]), so kommen doch auch noch viele gut erhaltene im Papier vor, an denen man diese Tüpfel deutlich wahrnehmen kann ([Fig. 34]).