Wie immer, wenn's die Schule anging, war er heftig erregt. Alles wippelte und zappelte in ihm. Dann eilte er nach Dingskirchen hinunter. Er brauchte höchstens eine halbe Stunde.
Er lief direkt in die Klasse. Da lag noch ein Stoß Hefte. Aufsätze, die noch nicht korrigiert waren. Und ein Stoß Diktate. Er nahm sie unter den Arm, steckte seine rote Tinte ein und lief nach Hause. Da fiel ihm ein, daß er in seinen Listen noch etwas nachzutragen hatte. Er eilte wieder in die Klasse, sah alles nach, trug ein, legte und rückte dann alles in Ordnung, nahm ein frisches Stück Kreide, stäubte das Kruzifix ab, stellte sich dann mitten ins Schulzimmer und musterte alles.
— In Ordnung — gut so! —
Dann ging er.
Er sprach daheim kein Wort. Sogleich fiel er über seine Hefte her und arbeitete fieberhaft. Es wollte ihm ganz schwindlig werden. Aber er bezwang sich. Ein roter Strich nach dem anderen — da ein Wort eingeflickt — da einen ganzen Satz ausgestrichen — dann überblickte er das Ganze noch einmal und schrieb dann die Note darunter. So bei jedem Heft.
Die Zeit ging weiter, ohne daß er's merkte.
Seine Frau rief zum Nachtessen. Er winkte ab, ohne aufzusehen.
Seine Frau brachte ein Licht.
Er arbeitete weiter, immer weiter.
Schlag zwölf Uhr war er fertig.