D. brevipes Drp.

Ich muss aber hier noch bemerken, dass mir die deutschen Daudebardien dringend einer Revision zu bedürfen scheinen, für die freilich mein Material nicht ausreicht. Schon Rossmässler macht darauf aufmerksam, dass Daud. brevipes der meisten Autoren nur eine junge rufa sei; der Umstand, dass meistens beide Arten zusammen vorkommen sollen, lässt dies schon vermuthen.

1. Daudebardia rufa Draparnaud.
Rothe Daudebardie.

Syn. Helicophanta rufa C. Pfeiff., Fér. —

Gehäuse durchbohrt, niedergedrückt, in die Quere verbreitert, aber nicht in dem Grade, wie bei brevipes; drei Windungen, von denen die beiden ersten etwa die Hälfte des Querdurchmessers einnehmen. Mündung gerundet. Farbe braunröthlich oder gelblich. Höhe 1,5 Mm. Grosser Durchmesser 5,5, kleiner 4 Mm.

Thier in der Jugend rein weiss, später obenher bläulichgrau mit schwarzen Fühlern und braunem, punctirtem Mantel. Fuss kurz, weiss (Hartm.) Bis jetzt nur ein leeres Gehäuse von Thomae bei der Ruine Stein bei Nassau gefunden und irrthümlich für brevipes gehalten. Findet sich ausserhalb unseres Gebietes im Siebengebirge und bei Bonn, (Goldfuss), sowie bei Würzburg (Sdbrg.), bei Heidelberg. Sehr selten bei Wächtersbach (Speyer).

2. Daudebardia brevipes Draparnaud.

Syn. Helicophanta brevipes C. Pfeiff.

Gehäuse durchbohrt, niedergedrückt, sehr in die Quere verbreitert, fast ohrförmig, aus drei Umgängen bestehend, von denen die zwei ersten das kleine punctförmige Gewinde, der dritte fast allein das ganze Gehäuse bilden, durchsichtig, zart, grünlichbraun, glatt, Mündung sehr weit, fast ganz horizontal, eiförmig; Aussenrand weit vorgezogen und stark gekrümmt, Innenrand unten etwas vor den ganz engen Nabel zurückgebogen.

Thier in ausgewachsenem Zustande von rufa nicht verschieden. (Hartm.)