Die von Thomae unter Nr. 42 angeführte Hel. neglecta vom Damm bei Mombach ist nach Heynemann (Nachr. Bl. I, 13) nur eine etwas enger genabelte ericetorum, die hier und da einzeln unter der Stammform vorkommt.

Nabelweite und Höhe der Windungen sind überhaupt bei unserer Form sehr wechselnd; mit dem höheren Gewinde wird der Nabel enger, und umgekehrt, und ich habe hier Formen gefunden, die sehr stark an variabilis erinnerten.

47. Helix candidula Studer.
Quendelschnecke.

Syn. H. thymorum von Alten; Hel. unifasciata Poiret.

Gehäuse durchbohrt bis ziemlich offen genabelt, kugelig niedergedrückt, meist kalkweiss, selten rein, dagegen meist mit feinen, zuweilen in Flecken oder gemeinsam in Querstrahlen — besonders auf der Unterseite — aufgelösten Bändern; ziemlich stark, fast undurchsichtig, wenig glänzend, sehr fein gestreift bis glatt. Umgänge 4½-5, unten mehr als oben gewölbt, ein gewölbtes, oben stumpfes Gewinde bildend; Naht mittelmässig; Mündung gerundet, meist etwas gedrückt, von der Mündungswand etwas mondförmig ausgeschnitten, kaum breiter als hoch; Mundsaum geradeaus, scharf, innen mit einer weissen, meist ziemlich starken Lippe belegt. Höhe 3½-6 Mm., Durchmesser 4½-9 Mm.

Thier aschgrau, Fühler und Hals dunkler. Es hat nur einen, ziemlich langen Liebespfeil, was sie von der folgenden, mit zwei kurzen Pfeilen versehenen Art, scheidet.

Sie kommt fast immer mit der vorigen Art zusammen vor. An den Sandhügeln bei Mosbach und dem Hessler, bei der Hammermühle, häufig (Thomae). Am Schellhofe, Webersberg und bei Kirschhofen, gemein; ebenso bei Diez, Oranienstein und an der unteren Lahn (Sandb.). Bei Frankfurt an mehreren Puncten, am Sandhof, bei Cronthal, Flörsheim. Am Eisenbahndamm bei Nied. Ziemlich selten um Oberlahnstein (Servain). Am Auerbacher Schlossberg; eine grössere Form mit bedeutend höherem Gewinde (var. gratiosa Stabile) am grossen Kugelfang des Darmstädter Exercierplatzes (Ickrath).

48. Helix costulata Ziegler.
Rippenstreifige Schnirkelschnecke.

Syn. Hel. striata bei Thomae.

Gehäuse genabelt, gedrückt kugelig, glänzend, stark rippenstreifig, gelblich oder gelblichweiss, meist mit mehreren schwärzlichen Binden, die mitunter zusammenfliessen und nur um den Nabel herum einen hellen Streifen lassen. Umgänge 5, etwas gewölbt, ziemlich rasch zunehmend, schneller als bei candidula, der letzte vornen kaum herabgezogen. Mundöffnung erweitert, gerundet, mondförmig, der Mundsaum dünn, scharf, innen kaum gelippt. Höhe 6½ Mm., Durchmesser 8½-9½ Mm.; doch kommen häufig kleinere Exemplare vor.