[249] Mit diesen Worten beendigte O. Weigert sein Referat in der oben gedachten Generalversammlung.
[250] Außer den hier näher bezeichneten Vereinen habe ich noch in der „Industrie“ (Herausgeber Dr. Steinmann-Bucher) folgende erwähnt gefunden, über die es mir nicht möglich gewesen ist, Näheres zu erfahren:
| 1. | Verein Deutscher Eisengießereien, begründet im Januar 1889 in Hannover; derselbe bezweckt die Abwehr unberechtigter, auf gemeinsamer Verbindung oder Verabredung beruhender Forderungen von Arbeitern auf den Eisenhütten, Gießereien und Maschinenfabriken des Vereins. |
| 2. | Arbeitgeberbund aus den Holzbearbeitungsbetrieben in Stettin. |
| 3. | Verband der Schuh- und Schäftefabrikanten in Berlin (der Vorsitzende Schlesinger hat mir auf meine Anfrage keine Antwort erteilt) |
| 4. | Verband der Erfurter Schuhfabriken. |
| 5. | Verband der Schlittschuhfabriken. |
| 6. | Verband rheinischer Wollgarnfärbereien. |
| 7. | Verband der Flachsspinner von Nordwestdeutschland. |
| 8. | Verband der Lausitzer Zigarrenfabrikanten. |
| 9. | Ziegeleiverband für die Reg. Bezirke Magdeburg und Anhalt. |
| 10. | Verband der Ziegeleien in Rathenow. |
| 11. | Verband der Granitindustriellen des Fichtelgebirges. |
[251] Neuere Ziffern zu erhalten ist mir nicht gelungen, insbesondere hat die von mir um Auskunft und Vermittlung gebetene Handelskammer in Dortmund mir erklärt, daß sie „es nicht für richtig halte, die gewünschte Auskunft zu erteilen“.
[252] Herr Generaldirektor R. Rösicke schreibt mir, daß er keine solchen kenne.
[253] Ich gebe den Wortlaut wieder, um ein anschauliches Bild solcher bis in die größten Einzelheiten aufgearbeiteten Verträge zu liefern.
[254] Nach Mitteilung des Herrn Richard Rösicke ist dies nicht nur seine eigene Auffassung, sondern die aller Verbandsmitglieder, deren Berechtigung mir freilich nicht zweifellos ist.
[255] Ich verdanke die folgenden Angaben der Mitteilung des Vorsitzenden und Gründers des Vereins, Herrn Gustav Samson in Cottbus, und gebe sie hier unter Berufung auf meinen Gewährsmann wieder, obgleich ich nicht in der Lage bin, mir über die Richtigkeit der Thatsachen und Ansichten ein eigenes Urteil zu bilden. Steht auch Herr Samson naturgemäß auf dem Standpunkte des Fabrikanten, so ergiebt sich doch aus seinem Briefe und der Stellung, die er in dem Gegensatze zwischen Unternehmern und Arbeitern einnimmt, ein vorurteilsloser Blick, der auch die Schwächen der eigenen Stellung nicht verkennt; erklärt er doch, daß er nicht unter allen Umständen den Streik verdamme, sondern ihn für einen wichtigen Kulturfaktor halte; bei Streiks, die allerdings stets als ultima ratio anzusehen seien, werde schließlich das höhere Recht entscheiden, gegen das auch Fabrikantenvereinigungen machtlos seien.
[256] Ich verdanke das Material und ausführliche Darlegungen über die einschlägigen Verhältnisse Herrn Gustav Ritter in Aachen, dem Gründer und Vorsitzenden des Vereins.
[257] Das Material der folgenden Darstellung verdanke ich Herrn Handelskammersekretär Ackermann in Barmen.