Auch der da oben schnellte empor und beugte sich über die Brüstung und schrie:

„Bei der blauen Fahne Wasa’s, ist ein Spuck, ein Trold aus dem See aufgestiegen, oder ist’s ein Landsmann? Ho Landsmann? Landsmann!“

„Ho Landsmann!“ rief der Hirte von der Lorena; aber da er einmal im Zuge war, so brüllte er weiter, daß die Bastionen der freien Reichsstadt Lindau wie im Schrecken widerhallten:

„Das reißt nun in meiner Seite,

Ich fühle mich so beengt;

Auch ich hab’ von den Fischen gekostet,

Die man in Dalarne fängt.“

Die Bürgerschildwacht im Lindenschatten erwachte bei den Mißtönen aus ihrem süßen Schlummer und faßte zusammenfahrend die Pike an. Die Mauertreppe aber herab stürzte der Hafenwärtel der freien, frommen und biderben Reichsstadt Lindau im See, Rolf Kok, umfaßte mit beiden Armen den Mann von der Lorena, schüttelte ihn heftig und rief:

„Kerl, in aller Welt Namen, Kerl, Kerl, wo kommst du her? wo bist du jung geworden? wer bist du?“

„Arkebusierer Korporal Sven Knudson Knäckabröd im gelben Regiment Oxenstierna — versprengt im Gebirge — dorten! Melde mich zurück, Korporal Rolf Rolfson Kok, denn der seid ihr und kein anderer! Die Finne da auf eurem linken Nasenflügel habe ich sechzehn Jahre lang beim Aufmarsch in die Linie zur Rechten gehabt, und die Schmarre da habt ihr von dem Nürnberger Malheur, Korporal Kok. Melde mich zurück, Korporal!“