„Lassen Sie mich die Kleine küssen!“ sagt sie.

Ich sehe sie unter den Bäumen verschwinden, ein Tuch vor den Augen.

Elise erwacht: „O wie schön!“ ruft sie, in die Glut des Abends schauend.

„Gute Nacht, Franz! Gute Nacht, Maria!“

— — —

Holla! Was ist in der Sperlingsgasse los? Als wir nach Haus kommen, herrscht ein Tumult darin, wie ich ihn noch nie darin erlebt habe. In allen Haustüren schwatzende Gruppen, jede Arbeit eingestellt: Salatwaschen, Schuhflicken, Strümpfestopfen, Hämmern, Sägen, Federkritzeln, alles ins Stocken geraten, nur nicht — die Zungen!

„O je, o je, Herr Wachholder, sehen Sie mal da oben!“ schreit Martha, die auf der Treppe unserer Haustür, umgeben von einem Kreis Nachbarinnen, Posto gefaßt hat, mir schon von weitem zu.

„Was gibt’s denn, Martha? Was ist los?“ rufe ich ihr entgegen.

„Der Herr Doktor Wimmer ist los!“ jubeln zwanzig Stimmen um mich her, und zwanzig Finger zeigen nach dem Fenster des vortrefflichen Burschen, welcher bis jetzt der „bunte Hund“ der ganzen Gasse war.

Ein großer Bogen Papier flattert dort oben, und darauf steht mit gewaltigen Buchstaben: