„Guten Abend, Cäcilie, Anna! Guten Abend, Elise, Johanne, Klärchen, Josephine! Das ist ja prächtig, daß Ihr auch da seid!“ schwirrt und summt das durcheinander!
„Gott, wo bleibt mein Tänzer! der abscheuliche Mensch wird mich doch nicht ‚sitzen‘ lassen?!“
„Auf keinen Fall, mein Fräulein!“ sagt der Auskultator Krippenstapel, sein ambrosisches Haupt über die Schulter der erschrockenen Sprecherin streckend und etwas von „nur Personalarrest“ murmelnd.
„Lischen, keinen Korb — bitte!“ ruft Gustav, ein Paar wundersame Handschuhe anziehend und eine Rosenknospe ins Knopfloch steckend.
„Nun, Vetter, — wenn’s denn nicht anders sein kann — so komm’ schnell, die Musik fängt schon an.“
„Höre, Peter van Laar,“ sagte Gustav, schon im Rennen, zu einem wohlbeleibten Kunstjünger, „wenn Du mich wieder auf den Fuß trittst, wie neulich, stecke ich Dich morgen mit der Nase in Dein Terpentinfaß! Komm, Lischen!“ —
Prr — davon sind sie: „Mutwill’ge Sommervögel.“
Ich habe unterdessen mit der Tante Helene Platz am Tisch des Meister Frey genommen, der eben unter schallendem Gelächter eine Schnurre aus seinem italischen Wanderleben beendet. Der Domprediger redet über die Wirkungen des Weißbieres auf seine Konstitution, während Petrus und Paulus, seine Sprößlinge, sich unter dem Tisch wälzen und balgen und die Frau Domprediger sich darüber aufhält, daß die Kellner sich mit der Hand schneuzen.
„Es ist immer noch besser als in die Serviette!“ sagt der Rektor Dippelmann, eine Prise nehmend und in der Zerstreuung die Dose der Tante Helene anbietend. An ein und demselben Punkte werden nun zwei Gespräche angeknüpft: die Weiber plumpsen in die große Wäsche, und der Domprediger mit dem Rektor Dippelmann in die — Theologie.
„Kommen Sie, Wachholder,“ sagt der Professor Frey, „wir wollen lieber den Kindern beim Tanzen zusehen! Mir wird wässerig und schwül zugleich.“