Der Midgardschlange zerschmettert Donars Zermalmer das Haupt, aber hoch spritzt der glühende Geifer des sterbenden Tiers, sengt und verbrennt den stärksten der Asen.

Heimdall, den warnenden Wächter, trifft Lokis listige Waffe; der Treue fällt noch im Sterben den leidigen Leugner der Götter; indessen Surturs weißglühendes Schwert Fro, den freudigen Jüngling, heimholt ins Feuer.

Dann steht er allein auf der Walstatt der Götter, Surtur der Sieger aus Süden, und zückt mit der zischenden Glut seines Schwertes den Brand aus der Wohnung der Vanenbezwinger.

Bis an die höchsten Ränder der Welt züngeln Muspils gierige Flammen; die aus Urgebraus kam, aus dem rauschenden Naß durch die Scheidung der elementaren Mächte: die Welt der schuldvollen Götter brennt hin in der letzten Entscheidung.

Wiederkunft

Einmal wird die Lohe verlöschen; aus dem gestillten Meer hebt die Erde von neuem ihr Antlitz gegen den Himmel.

Die Flut wird kühl und verrinnt; im grünen Kleid wie zuvor prangen die Täler und Berge; auch blühen die Blumen im Gras.

Denn die Sonne steht wieder im Blau; ungesät wachsen Halme und Ähren; im Holz des Welteschenbaums haben sich Leben und Leblust gerettet, die Ahnen künftiger Menschheit.

Baldur ist heimgekehrt aus dem Verhängnis der Hel, und Hoenir kam wieder, die Geisel der asischen Götter: Vanen- und Asenkinder vereint spielen im Gras mit den goldenen Tafeln, wie vormals die Väter.