Ein einziger Band konnte sein ganzes Dichtwerk umfassen, aber es blinkte wie Stahl, im Feuer geglüht.
Metternichs Ende
Zum andernmal hatten die raschen Franzosen den König auf Reisen geschickt, aber nun stürzte der Thron hinterher: Frankreich war Republik, und diesmal wollte der Bürger im Reich nicht länger Fürstenknecht heißen.
Wo ein Fürstenhof war, ein Schloß und eine Wache im Schilderhaus, kam er in Scharen; und wie er sein Vivat gerufen hatte, so rief er nun nach Verfassung.
Die Fürsten samt ihren Schranzen erschraken, daß draußen das Volk stand und schrie; sie hörten die Trommel der Bürgerwehr und hörten den Aufruhr der Glocken; sie waren noch immer gewarnt durch das Fallbeil und gaben dem Volk die Verfassung.
Da wurde das Volk wieder der Untertan, dem ein Glück widerfuhr, wenn sein Fürst am Fenster erschien; da wurden die Kappen und Hüte geschwenkt, da wurde Vivat gerufen; ein mannhafter Trunk auf die große Zeit brachte den Bürger ins Bett, von der goldenen Zukunft zu träumen.
So war es in Baden und Hessen, Hannover und Sachsen, Bayern und Württemberg, so war es in Schleiz und Greiz und all den Plätzen reichsfürstlicher Erbherrlichkeit; die alten Minister von Metternichs Gnaden wurden ungnädig entlassen und neue berufen, das Volk zu beglücken.
Und wie es dem Netz geschah, geschah es der Spinne: sie war die Vollmacht der Fürsten gewesen und die Allmacht für den Geheimrat, sie hatte ein halbes Jahrhundert gelähmt mit der List und Furcht ihrer Fäden; nun waren die Fäden zerrissen und alle Welt sah, was für ein klägliches Wesen darin saß.
Der auf dem Wiener Kongreß die Völker Europas mit ihren Fürsten betrog, der den deutschen Bund machte und das Ränkespiel der heiligen Allianz, der Liebling der Damen und Stern der Wiener Gesellschaft: war längst ein zittriger Greis und stocktaub; gleich einem Dieb in der Nacht mußte Metternich fliehen.