Die Schlacht war verloren und mit ihr der Krieg; bald standen die Sieger im Marchfeld: da hatte einmal das Glück von Habsburg begonnen, da ging es zu Ende.

Einen dreißigjährigen Krieg hatten die Neunmalklugen verheißen, nun war er in einem Monat vorüber; die hitzigen Sieger wollten nach Wien reiten, aber der eiserne Graf fiel ihrem Roß in die Zügel.

Ihm galt es nicht Preußen und Österreich, ihm galt es Deutschland; und ob ihn sein König selber zuerst nicht verstand: zu Nikolsburg machte ein rascher Friede dem raschen Feldzug ein Ende.

Indessen die großen Dinge in Böhmen geschahen, liefen die kleinen emsig in Franken: bei Langensalza hatten die Preußen das Heer von Hannover mit ihrem blinden König gefangen, aber die Kurhessen und Bayern, Schwaben und Badenser schlugen sich mit den Preußen auf vielerlei Straßen und Brücken herum.

Die Preußen schossen auch hier mit dem Zündnadelgewehr; die großen Kanonen standen in Böhmen, ehe sie kamen, wehten die weißen Fahnen auch schon in Franken.

Nie hatte ein Frieden den Ölzweig so eilig gebracht, wie der von Nikolsburg tat; kaum wußte der Bauer vom Krieg, kamen die Krieger schon heim, die Ernte zu halten.

Es war nur ein Sommergewitter, sagten die Völker, weil es zu schwül im Vaterland war! und die das Wort hörten, spürten es wohl: das Wetter war aus, und die Luft war gereinigt.

Noch standen die preußischen Heere im Feld, als der Gesandte von Frankreich, Benedetti geheißen, hochmütig in Preußen anklopfte: Mainz oder Krieg! – Dann Krieg! höhnte der Graf, und Deutschland fühlte den Sieg, der in dem stolzen Wort lag.

Der norddeutsche Bund