Die Botschaft klang anders, als die aus Bethlehem kam: sie wollte den Himmel auf Erden bringen, statt eine Verheißung über den Wolken zu sein.
Zwar hatte Jesus milde gelächelt, daß Einer sorgte um Speise und Trank, um Kleidung und andere Notdurft des Leibes, weil er die ewige Seligkeit lehrte, die jeder Seele als ihre Heimat gewiß war, wenn sie ihm glaubte.
Aber der Jude aus Trier sah nur Schliche in der christlichen Botschaft; alle Lehre der Priester und alle Gläubigkeit galten ihm List der Spinne, ihre höllische Herrschaft zu halten: sie wollte des irdischen Goldes gewiß sein, drum gab sie die himmlischen Träume.
Irdisches Leben hieß auf der Erde beheimatet sein, hieß ihre Früchte als Segen des Fleißes fröhlich genießen: das sollte der Preis seiner Lehre, das sollte der greifbare Segen seines neuen Evangeliums werden.
Die da in Not und Kümmernis lebten, indessen der Reichtum auf leichten Rädern dahin fuhr, denen ein Tag Sorgenfreiheit ein Märchenland hieß: sie hörten die Worte wie einmal die Hirten, da sie in kalter Nacht auf den Feldern die Botschaft der Engel vernahmen.
Sie sahen die Fahne der Zwietracht flattern vor einer schönen Zukunft; tausend mal tausend glaubten mit glühenden Augen, daß der mühselig beladenen Menschheit zum Wohlgefallen endlich Gerechtigkeit käme.
Darwin
In England wurde dem Sozialismus die Fahne gestickt, aus England kam auch die neue Schöpfungsgeschichte, die Bildung des Bürgers vom Bibelbuch abzulösen.
Auf seinem behaglichen Landgut bei London saß Darwin, der Forscher und Freund der Pflanzen und Tiere, und kannte kein schöneres Glück, als ihnen das Lebensgeheimnis besonnen und still abzulauschen.
Er hatte auf mancherlei Reisen den rauschenden Reichtum der tropischen Pflanzen- und Tierwelt gesehen; aber wie bei den Menschen Blutsverwandtschaft war unter Brüdern und hinaus lief in Sippen und Völker, so sah er die Unzahl der Arten verbunden.